Fauna und Flora

Aus unserer Sicht haben wir eine echte Verantwortung für unsere schützenswerte Fauna und Flora. In unseren Tal sind zahlreiche Tiere heimisch, welche zu Recht auf der Roten Liste vermerkt sind. Hierzu gehören neben seltenen Fledermäusen u.a. auch der Rotmilan, der hier bei uns seine Brutstätten, Jagd- und Futtergebiete hat.

Zwar führen Betreiber von Windkraftanlagen aus, dass es technische Möglichkeiten gibt dem Tierschutz gerecht zu werden, jedoch kann das ungewollte Sterben nicht verhindert werden.

Der Artenschutz ist ein hohes Gut - wir werden dieses Gut achten und uns dafür einsetzen !

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Artenschutz - Fledermaus:

11.11.2013 www.Leinetal24.de

www.leinetal24.de/lokales/sibbesse/seltene-fledermaeuse-entdeckt-3215799.html

Erstmals im Landkreis „Fransenfledermäuse“ und „Braune Langohren“ nachgewiesen

Seltene Fledermäuse entdeckt

SEGESTE  Ob Dracula oder Batman dem kleinen Säugetier so einen schlechten Ruf eingebracht haben, bleibt ein Rätsel. Doch längst gelten Fledermäuse nicht mehr als Blut saugende Vampire, sondern als liebenswerte, schutzwürdige Tiere. Sie sind klein, possierlich, scheu und manchmal sogar eine kleine Sensation. Im Segester Wald wurden jetzt erstmals seltene Fledermausarten nachgewiesen. „Darüber kann ich mich freuen wie ein kleines Kind“, sagt Karsten Passior, Fledermausexperte beim NABU (Naturschutzbund).

„Braunes Langohr“ mit ausgeklappten Ohren.

 Gemeinsam mit Manfred Röschel und Günther Schaper von der Schutzgemeinschaft Wald und Flur nahm er die Quartiere der seltenen „Braunen Langohren“ und „Fransenfledermäusen“ im Wald selbst in Augenschein.

Seit 50 Jahren kümmern sich die Segester Naturfreunde um den Wald und ihre Bewohner. Besonders die Waldameise liegt ihnen am Herzen, aber auch die Vögel und Fledermäuse. Die 250 Nisthöhlen, die sie im Wald verteilt aufgehängt haben, kontrollieren sie regelmäßig. Die sollen in Gebieten mit vermindertem Höhlenangebot helfen, die Artenvielfalt zu erhalten. „Wir wissen, dass zum Beispiel eine Meisenbruthöhle bis zu 40 Arten Säugetiere oder Insekten als Mitbewohner oder Nachnutzer haben kann“, sagt Manfred Röschel. Deshalb seien nicht nur die ausgeflogenen Vogelbruten ein Erfolg für die Arbeit der Naturfreunde, sondern auch die sonstigen Bewohner wie zum Beispiel auch die Fledermaus. Aber die hat sich in dem vergangenen halben Jahrhundert in den künstlichen Wohnstuben nicht blicken lassen. Doch – als ob sie es gewusst haben – pünktlich zum 50. Geburtstag des Vereins haben sich einige der possierlichen Tierchen in den Nisthöhlen niedergelassen. Die „Fransenfledermaus“ und die „Braunen Langohren“ wurden bisher im Landkreis Hildesheim noch nicht nachgewiesen. „Das ist wirklich eine Sensation“, sagt Karsten Passior. Der NABU-Fledermausexperte betreut die Landkreise Hildesheim, Hannover und Schaumburg und ist fasziniert von Fledermäusen. Selbst wenn die Tierchen aus ihrem Quartier ausgezogen sind, macht die Menge des Fledermauskotes für den Fachmann deutlich, dass hier unzählige Tiere gelebt haben. „Oft tun sich mehrere Weibchen mit ihrem Nachwuchs zusammen“, weiß Passior. Gemeinsam lassen sich die Jungen besser warm halten. Im engen Versteck werden die langen Außenohren unter die Arme zurückgeklappt, um die empfindlichen Ohren zu schützen.

„Braune Langohren“ beispielsweise erreichen eine Körperlänge von rund 42 bis 53 Millimeter, eine Spannweite von 24 bis 29 Zentimetern und ein Gewicht von 5 bis 11 Gramm und gehören damit zu den mittelgroßen Vertretern. In Europa kommen insgesamt 30 unterschiedliche Fledermausarten vor, in Deutschland sind es 23.

„Fledermäuse sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt“, sagt Passior: „Es gilt ein Tötungsverbot. Zurzeit werden besondere Maßnahmen eingeleitet, um den Fledermausverlust so gering wie möglich zu halten.“ Zum Beispiel müsse im Rahmen der Energiewende auch die Windkraft „Fledermaustauglich“ gemacht werden.

Jeder, der eine Fledermaus-Entdeckung macht, kann sich an Karsten Passior wenden. Telefonisch ist der ehrenamtliche Fledermausbetreuer unter 05069/8060999 zu erreichen.