Standortnutzung

Ergänzung (12. Mai 2014) zum unten aufgeführten Beitrag:

Wie wir Anfang Mai 2014 in Erfahrung gebracht haben, sind nun Windräder mit einer größeren Nennleistung vorgesehen. Statt 2,5 MW-Anlagen sollen nun 3.0 MW-Anlagen eingesetzt werden. Daraus ergibt sich unseren Recherchen nach, dass die ertragsunabhängigen Pachteinnahmen um weitere 20% steigen werden !

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Wir möchten Ihnen gern das übliche Vorgehen schildern, wie es zu neuen Flächen für Windkraftanlagen kommen kann.

Wie bereits zuvor erwähnt, ist es eine politische Vorgabe, entsprechende Flächen zur Umsetzung der Energiewende auszuweisen, und daher hat in unserem Fall der Landkreis Hildesheim auch das RROP überarbeitet. Für die Samtgemeinde Sibbesse hatte man dann eine entsprechende Fläche ausgewiesen, welche bei Heinum an die SG Gronau grenzt - an der die SG aktuell weiterhin festhält.

Trotzdem ist es jedoch möglich, das die Samtgemeinde Sibbesse auch weitere Flächen ausweist. Hier kommen nun auch potentielle Betreiber von Windkraftanlagen als auch die möglichen Verpächter ins Spiel.

In Teilen sind die Betreiber von WKA, auf Grund Ihrer Nähe zur Politik, bereits sehr früh über die Maßnahmen informiert und nehmen Kontakt mit Landbesitzern auf, um sie bzw. deren Land  zu werben. Es gibt jedoch auch die Variante, dass die Landeigentümer auf WKA-Betreiber zugehen.

Häufig kommt es dann zu Verhandlungen beider Seiten und überwiegend führen diese dann zu Nutzungsverträgen für sogenannte Windenergieprojekte.

In einem solchen Vertragswerk verpflichtet sich der Grundstückseigentümer im wesentlichen, dass auf seinem Grund und Boden eine Windkraftanlage platziert werden darf, erforderliche Leitungen verlegt werden dürfen.

Des weiteren werden die Nutzungsentgelte fixiert und mögliche "Entschädigungen" für Pächter festgehalten. Die Nutzungsentgelte werden mal nach der tatsächlich erbrachten Einspeisung errechnet und in anderen Fällen pauschalisiert.

Darüber hinaus werden Wegerechte/ Nutzungsrechte vereinbart - bis hin zu den Flächen für den Aufbau der WKA (u.a. für Kräne etc.).

Meistens werden auch Vereinbarungen zu allgemeinnützigen Stiftungen getroffen, wobei die Einlage meist vom Ergebnis abhängig ist.

Sobald die Grundstückseigentümer als auch der Betreiber die Verträge unterzeichnet haben, hat der Betreiber die erforderliche Sicherheit, um weitere Planungsschritte zu veranlassen, da in diesem Zusammenhang die Grundstücksflächen kein anderer Betreiber bebauen könnte.

Wenn wir übliche Werte der einzelenen Berechnungs-Parameter annehmen und die von Windwärts genannten Eck-Parameter des möglichen Windparks zu Grunde legen, kommen wir zu folgender Einschätzung zu zahlender ertragsanhängigen bzw. ertragsunanhängiger Nutzungsentgelte (üblicher Weise sind die Pachtverträge variabel gestaltet, da Abweichungen zwischen Planung und Umsetzung stattfinden können):

Bei der oben ausgeführten Berechnung haben wir die jährlichen Zahlungen für "Wegebau (alt als auch neu)" vernachlässigt.

Unsere Berechnungen führen zu der Einschätzung, daß es erhebliche Differenzen bei den Aufwendungen für die Pachten gibt, welche Windwärts am 17. September in Höhe von ca. 3,5 Mio. Euro (Nettopachten) angeben hatte. Eventuell kann man diesen Punkt im gemeinsamen Dialog klären, damit die Transparenz, mit der Windwärts wirbt, gegeben ist.

Die Volllaststunden wurden von Windwärts mit 2.400 angenommen, jedoch sind laut der DWI GmbH eher  1.900 h anzusetzen.

Wir machen aufmerksam, dass die oben aufgeführten Inhalte auf eigenen Recherchen basieren und es im Fall "Windpark Eberholzen" geringfügige Abweichungen geben kann.